Meine Foto-Philosophie

Dem Druck auf den Auslöser an der Kamera geht das voran, was ich eine 'Bildidee' nenne. Meine 'Bildidee' ist eine Vorstellung von dem, was ich ausdrücken möchte. Wie kann die Szene vor der Linse eingefangen werden, um meinen Eindruck im Bild festzuhalten? Das Foto soll mein inneres Bild von einer Szene wiedergeben. 
Deshalb bezeichne ich die Linsen vorne an der Kamera auch nicht als Objektiv, für mich ist das mein Subjektiv.
Die digitale Bearbeitung der Fotos folgt der ursprünglichen 'Bildidee'. Ich lösche (fast) nichts aus den Bildern, ich füge nichts dazu, was nicht real vorhanden war. Ich versuche, aus den Rohdaten das rauszuholen, was meine ursprüngliche 'Bildidee' unterstützt. Die Rohdaten eröffnen hier großen Spielraum. Wenn ich zur Bearbeitung vor dem Monitor sitze, überlege ich manchmal: Wie hätte ich dieses Motiv gemalt? Was im Bild ist wichtig, was hätte ich nicht gemalt? Dem folgt dann die Bearbeitung. 
In Abwandlung eines Zitats von Paul Klee kann ich sagen: "Fotografie gibt nicht das Sichtbare wieder. Sie macht sichtbar".
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